Bereich der „Todesstiege“ wieder zugänglich
02.04.2025
Historisch bedeutende Treppe und Gedenkort am Areal der KZ-Gedenkstätte Mauthausen seit 1. April wieder geöffnet

Die Todesstiege“ umfasst 186 Stufen und führt vom Steinbruch „Wiener Graben“ hinauf zum Areal des ehemaligen KZ Mauthausen. Die dort eingesetzten KZ-Häftlinge mussten Granitblöcke von bis zu 50 Kilogramm über die Steinbruchstiege nach oben befördern. Hier wurden Menschen zur vollkommenen Erschöpfung gebracht und oft willkürlich getötet. Heute ist die „Todesstiege“ ein Symbol für die Erbarmungslosigkeit, mit der die „Vernichtung durch Arbeit“ im KZ Mauthausen umgesetzt wurde.
Nachdem der Bereich der „Todesstiege“ aufgrund nicht vorhandener Verkehrssicherheit aus rechtlichen Gründen sieben Jahre lang gesperrt war, ist sie seit dem 1. April 2025 wieder unter bestimmten Voraussetzungen zugänglich. Konkret bedeutet das, dass Besucher*innen Sicherheitshinweise zur Kenntnis nehmen müssen. Dies wurde durch eine Novellierung des Denkmalschutzgesetzes ermöglicht, welche eine Stärkung der Eigenverantwortung beim Begehen von denkmalgeschützten Bereichen vorsieht.
Im Gedenkjahr 2025 anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung kann der historisch wichtige Bereich der „Todesstiege“ somit wieder begangen werden sowie als Gedenk- und Vermittlungsort dienen.